Archiv nach Schlagwort ‘Interview’

Eine Kochplanerin aus der Schweiz packt (den Kochlöffel) aus;)

Mittwoch, 27. Oktober 2010 geschrieben von: Kirstin
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Die Zahl der Kochplaner/innen wächst stetig an, doch wer sind und woher kommen sie. Darüber kann ich leider nur rätseln. Umso mehr freue ich mich über jeden Kontakt und die Möglichkeit, mal nachzufragen.
Prisca Sieber, 39 Jahre und Mutter von 3 Jungs, ist berufstätig und plant seit einigen Wochen mit dem Kochplaner


1. Seit wann planst du mit dem Kochplaner?

Seit ich im vergangenen September meine neue Arbeits-Stelle angetreten habe. Davor habe ich intensiv nach eine Möglichkeit, die Mahlzeiten zu planen, gesucht. In der Schweiz bin ich leider nicht fündig geworden. Auch ein Aufruf an alle kochenden Bekannten, gemeinsam Wochen zu planen und auszutauschen, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Umso glücklicher war ich, als ich endlich auf die kochplaner.de Seite gestossen bin.


2. Was bemängelst du am Kochplaner?
Dass ich nicht selber den Wochentag wählen kann, an dem ich meine Woche beginnen möchte. So würde ich vielleicht gerne am Dienstag schon planen, was ich am Donnerstag bei meinem Grosseinkauf für die kommende Woche brauche.


3. Was gefällt dir am Kochplaner?
Vor allem die Einkaufsliste! Es ist herrlich, mit nur einem Klick, den ganzen Wocheneinkauf organisiert zu haben. Dass die Lebensmittel, die in verschiedenen Rezepten vorkommen zusammengezählt werden und alles schön nach Gruppen (wie Milchprodukte, Fleisch…) aufgelistet ist, macht das Einkaufen wirklich sehr einfach!


4. Welche Rezepte vom Kochplaner schmecken dir am besten?
Alles was ich probierte, hat uns meistens gut geschmeckt. Gut gefallen hat mit die Fischpfanne. Fisch in Tomatensauce zu kochen, wäre mir selber nie in den Sinn gekommen.


5. Welche Rezepte haben dir weniger geschmeckt?
Ich esse alles, jedoch die Kinder rümpfen dann und wann mal die Nase bei Neuem.


6. Hast du Verbesserungsvorschläge oder Wünsche an den Kochplaner?

Ich würde meine Einkaufsliste gerne noch bearbeiten können, um vorhandene Lebensmittel zu löschen oder auch mit sonstigen Produkten ergänzen.
Für mich selber habe ich jetzt ein eigenes “Rezept” erstellt, wo ich lediglich die allwöchentlich gebrauchten Lebensmittel wie Brot, Butter, Milch etc. eingetragen habe


3 Fragen an die Autorin Julia Rogge

Mittwoch, 12. Mai 2010 geschrieben von: Kirstin
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Ein Reich ist leicht zu regieren, eine Familie schwer. Mit diesem chinesischen Sprichwort fängt das Buch von Julia Rogge “Den Alltag in den Griff bekommen” an. In diesem Ratgeber schildert die Dipl. Pädagogin Wege zur optimalen Planung und zu einer effektiveren Organisation im Familienalltag. Dabei vergleicht sie gekonnt das Familien – Unternehmen mit einem Wirtschaftsunternehmen. “Gute Familienarbeit ist wie die effektive Führung eines Kleinunternehmens.” Hierfür gibt sie jede Menge Tipps, Checklisten sowie verschiedene Musterpläne.


Kirstin Kahlich:”Was war Ihre Motivation das Buch „Den Alltag in den Griff bekommen“ zu schreiben?”

Julia Rogge: “Zum einen war ich selbst berufstätige Mutter von drei Kindern, zum anderen arbeitete ich mit (belasteten) Familien, denen ich beratend zur Seite stand. Im Zuge der Beschäftigung mit Managementstrategien (in technischen und wirtschaftlichen Berufsbereichen) stellte ich fest, dass all das, was hoch bezahlte Manager mühsam lernen sollen, von Müttern oft selbstverständlich „aus dem Ärmel geschüttelt wird“. Darüber hinaus wird es selbstverständlich von ihnen erwartet und eine subjektiv empfundene Belastung oft nicht ernst genommen.
Da sagte ich mir: Wenn Manager in diesem Bereich etwas lernen können, muss das doch für Eltern auch möglich sein.
Ich entwickelte ein Kurskonzept und arbeitete fortan mit Elterngruppen an der Optimierung der Alltagsgestaltung in der Familie. Aufgrund der positiven Resonanzen wurde ich immer öfter gebeten, meine Erfahrungen aufzuschreiben, und so kam es schließlich, dass das Buch daraus entstanden ist.
Seit 10 Jahren bietet es Eltern eine gute Orientierung für die Alltagsplanung und hat in keiner Weise an Aktualität verloren.”


Kirstin Kahlich: “Welche Hauptaussagen in ihrem Buch sind für Sie persönlich am wichtigsten?”
Julia Rogge: “Es gibt keine Patentrezepte. Jede/r muss selbst entscheiden, was für die eigene Familie richtig ist und eine entsprechende Planung in Angriff nehmen.
Das Problem ist meist nicht die mangelnde Kenntnis von Planungsstrategien, sondern die Schwierigkeit, überhaupt eine Entscheidung zu treffen.”


Kirstin Kahlich: “Warum empfehlen Sie, Essens- und Einkaufspläne zu erstellen?”
Julia Rogge: “Weil es zwingt, sich zu entscheiden. Wenn ich mich einmal entschieden habe, was ich kochen will, brauche ich nicht mehr darüber nachzudenken, was ich noch alles kochen könnte. Außerdem erleichtert es einen gezielten Einkauf und hilft so viel Zeit und Geld zu sparen. Denn wer ohne Planung einkaufen geht, kauft oft zu viel (und es wird etwas schlecht) oder man vergisst bestimmte Dinge, die dann doch gebraucht werden (und man muss nochmal los).”


Für alle Familienmanager/innen, die ihren Alltag besser in den Griff bekommen wollen, eine lohnende Anschaffung.
dtv Verlag: Den Alltag in den Griff bekommen – Familien-Management von Julia Rogge
ISBN 3-423-36199-9