Nur kurz paar Dinge einkaufen – doch am Ende ist der Einkaufswagen voll! Mit Taktik und Verkaufspsychologie werden wir im Supermarkt manipuliert und zu Spontankäufen angeregt:
1. Je größer der Einkaufswagen desto mehr wird durchschnittlich gekauft.
2. In jedem Markt, den ich kenne, befindet sich die Obst- und Gemüseabteilung am Eingang. Das soll eine marktähnliche Atmosphäre schaffen und den Kunden in Stimmung für einen Einkauf versetzen.
3. Zeitmessungen in einem amerikanischen Supermarkt haben ergeben, dass Männer beinahe nur halb so lang sich in einem Supermarkt verweilen wie Frauen. Da liegt es doch nahe mit einer Kaffeetheke und einem Zeitschriftenstand den Mann zu überreden, möglichst nicht seine Frau beim Einkaufen zu begleiten. Denn eines liegt auf der Hand. Je länger man sich in einem Supermarkt verweilt desto mehr wird gekauft.
4. Auch die musikalische Untermalung unterliegt der Verkaufspsychologie. Als in einem britischen Supermarkt deutsche Volksmusik gespielt wurde, griffen die Kunden zu zwei Dritteln zu deutschen Weinen. Erklang französische Musik, wählten sie hingegen zu über 80 % französische Weine.
5. Die Höhe der Platzierung eines Produktes hat sehr großen Einfluss auf den Verkauf. So findet man meistens die teuren Produkte auf Augenhöhe. Man muss sich weder bücken noch strecken.
6. Neben der Platzierung unterliegt auch die Kombination von Produkten einem ausgeklügelten System. Glückwunschkarten sind gerne in der Nähe von Kosmetika, die ca. 65 % ungeplant gekauft werden.
7. Nicht jede Großpackung ist unbedingt billiger. Es lohnt sich ein Vergleich. Doch wer rechnet schon die Kosten pro Klopapierrolle aus.
8. Ein Schild mit roten Buchstaben suggeriert ein Sonderangebot. Doch ein Sonderangebot muss nicht zwangsläufig billiger als ein vergleichbares Produkt sein.
Deswegen rät Frau Elke Wieczorek vom deutschen Hausfrauenbund: “Planen Sie zuerst Ihre Einkäufe. Mit dem klassischen Einkaufszettel und einem Haushaltsbuch sind sie sicherer vor unsinnigen Spontankäufen und vermeintlichen Sonderangeboten. Und niemals hungrig in ein Geschäft, dann kaufen Sie immer zu viel” (Quelle: Bild.de und RNZ vom 20.04.2010

